BÄUERLICHE LANDWIRTSCHAFT IST KUNST!

Das Titelthema der diesjährigen documenta „von Athen lernen“  verweist auf die Grenzen Europas, greift damit die Thematik globaler Norden-globaler Süden auf und rückt nicht zuletzt die Migrationsbewegungen der letzten Jahre ins Zentrum. Auch wenn die documenta 14 damit anders als die Vorherige keinen direkten Fokus auf ökologische Themen richtet, lassen sich Landwirtschaft und globale Ernährung von diesen Themenkomplexen nicht abkoppeln.

 

Deshalb (und sowieso) wollen wir bäuerliche Landwirtschaft diesen Sommer in Kassel  zum Thema machen und 100 Tage lang eine Plattform für Bäuerinnen und Bauern, Initiativen, Aktivist_innen, Künstler_innen schaffen, die ihre Geschichten, ihr Anliegen oder ihre Vision von einem gerechten Ernährungssystem in die Öffentlichkeit tragen können.

Der Ort des Geschehens ist ein wachsender Gemeinschaftsgarten mit Selbsternte-Teegarten und dem krisenKONTERKIOSK, der ausschließlich ökologisch und regional erzeugte Produkte anbietet. Der Kiosk präsentiert die Initiativen aus der Region und macht deutlich, dass Menschen sich mit bäuerlicher Landwirtschaft durch kleinstrukturierte Wirtschaftskreisläufe unabhängig machen können von Krise und Weltmarkt und sich auch in Zeiten von schlechten Erzeuger_innenpreisen nicht nur Existenzen, sondern auch Ernährungssouveränität schaffen lassen. 

 

Wir möchten einen offenen Diskurs führen und deutlich machen: "Bäuerliche Landwirtschaft ist Kunst!" 

 

  

 

Learning from Athens" - this year's documenta refers to the so called "global-south - global-north" by pointing out Europe's borders and thereby, focuses on past (and present) years of migration movements. Even if documenta 14, unlike the previous one, does not directly focus on ecological issues, agriculture and global nutrition cannot be separated from these subjects.

 

That is why (and anyway) we are creating a platform for farmers, initiatives, activists, artists, their stories, their concerns or their vision of a just dietary system - globally and locally.

The place consists of a growing community garden with a self-service tea garden and the "krisenKONTERKIOSK" (literally kiosk against crisis), which offers only ecologically and regionally produced products. The konterkiosk presents regional initiatives and shows that people can become independent from global markets by establishing small-structured economic cycles which not only create existences, but also food sovereignty, even in times of bad producer prices.

 

We want to have an open dicussion and invite you to see that: "Agriculture is art!